St. Bonifatius Wiesbaden

Auf dem Seil des Lebens

Benjamin Dahlhoff

Ökumenischer Abschlussgottesdienst mit Pfarrer Stephan Gras und Dekan Dr. Martin Mencke. Foto: Benjamin Dahlhoff

Wiesbadener Kirchen feiern Gottesdienst zum European Youth Circus

Wiesbaden, 19. Oktober 2014. Bei einem Ökumenischen Artisten-Gottesdienst unter dem Motto „Zwischen Himmel und Erde“ haben die Kirchen in Wiesbaden um Gottes Segen für Nachwuchskünstler des European Youth Circus (EYC) gebeten. Bei der Feier im Circuszelt „Chapiteau“ auf dem Dern‘schen Gelände, führten Artisten aus der Ukraine, Ungarn, Finnland und Deutschland vor, was sie beim in Europa fast einmaligen Wettbewerb gezeigt hatten. Die beiden Dekane der Evangelischen und Katholischen Kirche sprachen vom Vertrauen, das die Künstler in Menschen und Material haben müssten. „Wir tänzeln auf dem Seil des Lebens“, sagte der evangelische Dekan Dr. Martin Mencke“, da sei es wichtig zu wissen, wo ein Halt zu finden sei. Das Vertrauen in Gott könne jeder nur ausprobieren. Unter einer Wolke von Weihrauch bat der Dekan in der Katholischen Kirche, Stephan Gras, für alle am Festival Beteiligten: „Gott schütze sie“, fasste er sein Gebet zusammen. Mit eigenen Fürbitten waren der Mitorganisator des Festivals Peter Kremer, seine Frau Carola und Tochter Katharina beteiligt; die Jugendliche wurde vor Jahren bei einem gleichen Artisten-Gottesdienst getauft.

Die geistliche Feier am Ende des alle zwei Jahre ausgerichteten Wettbewerbs findet schon über viele Jahre statt und zählte dieses Mal über 900 Besucher. In der gelungenen Verbindung von Ritus, Wort und Artistik sowie moderierenden Ansagen des EYC-Managers Frank Zammert  zeigten die Kirchen, wie lebensnah ein Gottesdienst sein kann. Der Wiesbadener Jugendzirkus Flambolé mit einem Künstlerpaar, das Akrobatik vorführte, zeigte, dass zahlreiche junge Talente zum Erfolg des Festivals dazugehören. Beteiligt waren auch Sängerinnen und Sänger des Gospelchor Xang des Wiesbadener Evangelischen Stadtjugendpfarramts unter Leitung von Mark Schwarzmayr, der zum Schluss „Lord You are good“ dar bot.

Das vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden alle zwei Jahre organisierte Festival mit dem Direktor Jörg-Uwe Funk ist nicht kommerziell und in Europa einmalig. Bereits vor über 20 Jahren haben Zirkusbegeisterte in einem kleinen Zirkuszelt 1991 im Vorort Delkenheim mit einer Schau begonnen. Aus diesen Anfängen hat sich das heutige Festival entwickelt. Der Wettbewerb mit zahlreichen Auszeichnungen - auch einem Sonderpreis der Wiesbadener Kirchen -  ist bei den internationalen Nachwuchsartisten sehr beliebt. Gefördert wird es von der Landeshauptstadt und dem Kulturfonds Frankfurt Rhein Main sowie zahlreichen Sponsoren.

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Meldung: Dr. Roger Töpelmann
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
Evangelische Öffentlichkeitsarbeit