Ich muss gestehen, dass ich keine Abschiede mag. Aber sie gehören zum Leben. Für mich steht ein Stellenwechsel vor. Ich werde St. Bonifatius in Wiesbaden verlassen und ab dem 1. Oktober 2026 meine berufliche Tätigkeit in Flörsheim in der Gemeinde St. Teresa am Main fortsetzen.
Vor mehr als elf Jahren habe ich meinen Dienst in St. Bonifatius mit dem Schwerpunkt Senioren- und Krankenpastoral begonnen. Es ist so Vieles passiert in dieser Zeit. Die gesellschaftlichen Veränderungen waren auch in der Kirchengemeinde deutlich zu spüren. Gemeinsam haben wir diese Zeit durchgestanden und hoffentlich das Beste daraus gemacht. Mein besonderer Dank geht an die Seniorenkreisleiterinnen und an alle Helferinnen und Helfer, die das kirchliche Leben für die ältere Generation mit ihrem Beitrag ermöglicht haben und auch weiter ermöglichen.
Ein besonderer Dienst war für mich die Hauskommunionfeier. In diesen 11 Jahren durfte ich viele Menschen kennenlernen und Einblicke in ihre Lebens- und Glaubenswege bekommen. Das war für mich sehr bereichernd. Ein herzlicher Dank für Ihr Vertrauen!
Und ich möchte meine Hochachtung aussprechen für die Menschen, die ihr Leben in den Altenheimen verbringen. Was für eine große Herausforderung ist es für Sie, sich auf eine ganz neue Lebenssituation einzulassen! Ihr Beispiel gibt mir Kraft, meinem eigenen Altwerden gelassener entgegenzugehen. Herzlichen Dank dafür! Danke auch für die Gottesdienste, die wir in Altenheimen gemeinsam gefeiert haben!
Eine besondere Ehre war für mich, die Trauerfeier zu gestalten. Ich bin immer positiv überrascht gewesen, wie deutlich die Spuren Gottes in jeder Lebensgeschichte zu sehen waren. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Angehörigen für Ihr Vertrauen bedanken und mich entschuldigen, falls es mir nicht immer gelungen war, die richtigen Worte in der Traueransprache zu wählen.
Ich möchte mich bei allen Gemeindemitgliedern bedanken, mit denen ich im Laufe dieser Jahre zu tun hatte. Danke für die gemeinsamen Gespräche, die mir geholfen haben, meine Arbeit in der Gemeinde besser zu machen.
Es ist mir auch bewusst, dass ich nicht alle Erwartungen an mich erfüllen konnte. Es tut mir leid, wenn ich mit meinem Verhalten oder durch meine Worte Sie verletzt habe.
Ich habe mich bemüht, die Gaben, die mir Gott geschenkt hat, in meinem Dienst einzubringen. Auch Sie bringen Ihre Begabungen ein. Nur gemeinsam sind wir stark und können die Botschaft Gottes in unserer Stadt Wiesbaden kundtun.
Nicht zuletzt gilt mein Dank an das Pastoralteam, an die Sekretärinnen, an die MitarbeiterInnen in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, an die Küster und Organisten für den gemeinsamen Dienst und die Unterstützung.
Wenn ich jetzt auf meine Zeit in St. Bonifatius zurückschaue, spüre ich eine tiefe Dankbarkeit und Freude. Ich spüre auch, dass viele Menschen mir wichtig geworden sind und dass sie mir fehlen werden. Trost gibt mir die Gewissheit, dass wir alle in Gottes Händen bleiben und dass Er für uns auch weiter sorgen und uns seine Liebe schenken wird.
Ich mag keine großen Abschiede. Weil es so ist, wird es auch keine Verabschiedung in einem Gottesdienst geben. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen für Sie und Ihre Familien!
Ihre Sr. Katrina Dzene, Gemeindereferentin