St. Bonifatius Wiesbaden

Gesundheitsförderung für unsere Kita-Mitarbeitenden

Kindertagesstätten, KITASBenjamin Dahlhoff

Als Dr. Julia Fauth vor fünf Jahren ihre Stelle als Kita-Koordinatorin für die sieben Innenstadt-Kitas von St. Bonifatius antrat, war es auch eines ihrer Ziele, den rund 150 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Einrichtungen ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Eine der ersten Maßnahmen, berichtet Fauth, war die Anschaffung ergonomischen Mobiliars: „Viele Erzieherinnen saßen täglich auf den kleinen Kindermöbeln oder erledigten schriftliche Arbeiten an den niedrigen Kindertischen.“ Hier sei schnell Abhilfe durch die Anschaffung passender Möbel gefunden worden. Der Krankenstand in Kitas, weiß Fauth, ist naturgemäß etwas höher als allgemein. Das rührt zwar auch von den häufig grassierenden Infekten her, aber auch Rückenbeschwerden und Stress-Symptome sind häufig vertreten. Dem wolle man als Arbeitgeber entgegenwirken. Julia Fauth hat ein aus drei Säulen bestehendes betriebliches Gesundheitsmanagement entwickelt, das die Kita-Mitarbeiter in Anspruch nehmen können. Es wird rege genutzt, freut sich die Kita-Koordinatorin.

Aqua aerobics, healthy water sport

Beim Thema „Prävention“ geht es um Gesundheits- und Arbeitsmanagement. Dazu zählen beispielsweise das Angebot individueller Ernährungsberatung oder auf Wunsch auch Kurse zur Gewichtsreduktion. Sport- und Entspannungskurse werden ebenfalls angeboten oder bezuschusst: „Es gab bereits Yoga- oder Pilateskurse in den Einrichtungen. Dazu haben wir mit Fitness-Studios, die über qualifizierte Physiotherapeuten verfügen, eine Vereinbarung getroffen, dass unsere Mitarbeiter hier trainieren können und entsprechende Zuschüsse bekommen. Besonders gerne wird das Angebot genutzt, das Wiesbadener Thermalbad zu besuchen. Hier bezuschussen wir zehn Schwimmbadbesuche inklusive Aquafitness-Einheit“, erklärt Julia Fauth. Ebenfalls ein wichtiger Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements sind Wiedereingliederungsangebote bei längeren Krankheiten und die Möglichkeit leistungsgerechten Arbeitens.

Etwas Besonderes ist das Angebot von „Oasentagen“. „Das bedeutet, dass das Team sich gemeinsam eine spirituelle Auszeit nehmen kann“, erklärt Julia Fauth. Es haben bereits einige Kita-Teams in einem nahegelegenen Kloster einen solchen „Oasentag“ mit geistlichen Impulsen und Wanderung erleben können. „Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und ist weit mehr als ein „Betriebsausflug“, den es bei uns natürlich auch gibt“, meint Julia Fauth. Auf Wunsch können die Teams sogar mehrtägige „Oasenzeiten“ nehmen. „Wenn es den Erziehern gut geht, geht es auch den Kindern gut.“ Dieser Leitsatz ist prägend für die Einstellung des katholischen Trägers zu seinen Mitarbeitern. „Denn mit der Stärkung der eigenen Gesundheit und der Unterstützung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz kann nicht nur Erkrankungen vorgebeugt werden, sondern das gesamte Arbeitsumfeld verbessert sich“, ist Julia Fauth überzeugt. Deswegen will die Kita-Koordinatorin von St. Bonifatius auch langfristig an dieser Strategie festhalten, auch wenn dies ein für Kindertagesstätten nicht alltägliches und aufwendiges Programm ist.