St. Bonifatius Wiesbaden

Heilig Abend in der Familie feiern

Kinder Familie MinisBenjamin Dahlhoff

Gott kommt auf die Welt - auch zu uns nach Hause.

Haben Sie Kinder und möchten mit diesen gemeinsam den Heiligen Abend feiern? Sie wissen aber noch nicht, wie? Wir haben für Sie eine kleine Hilfe zusammengestellt:

Am Anfang der Feier kann die Familie noch einmal um den Adventskranz zusammenkommen. Alle Kerzen werden angezündet.

Lied:  „Wir sagen Euch an, den lieben Advent” (GL 223) 

Kreuzzeichen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.”

Nun kann von einem oder mehreren das Weihnachtsevangelium vorgelesen werden. Als Unterbrechungen bieten sich die hier genannten Vorschläge an:

„Weil Jesus geboren wurde, feiern wir Weihnachten. Hören wir, was der Evangelist Lukas darüber berichtet:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinus Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So zog auch Jesus von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.Als sie dort waren wurde ihr Sohn geboren, der Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“

Nun können die Kinder das Jesuskind in die Krippe legen. Dazu eignet sich das Lied „Zu Betlehem geboren” (GL 239).

In dieser Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die dort bei ihren Schafen übernachteten und auf sie aufpassten. Da trat ein Engel, ein Bote Gottes zu den Hirten, und alles war hell. Die Hirten fürchteten sich sehr, aber der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet Euch nicht, denn ich verkünde Euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist Euch in Betlehem, in der Stadt Davids, der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und wenn ihr Euch auf den Weg dorthin macht, wird Euch dies als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.” Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.”

Lied: „Engel auf den Feldern singen” (GL 250)

Als sie die Engel verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns Gott durch die Engel verkünden ließ. So eilten sie nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Sie erzählten ihnen, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zu ihren Feldern und Schafen zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. 

Lied: „Kommet ihr Hirten“ (GL 752)

Nun können Fürbitten folgen. Dazu kann jeweils eine Kerze oder ein Teelicht angezündet werden. Als Antwort auf jede Fürbitte kann auch das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht”, GL 745, gesungen werden. Es können auch eigene Fürbitten genannt werden oder Namen von Personen, an die man an diesem Abend ganz besonders denkt.

Guter Gott, Du wurdest Mensch, um uns ganz nahe zu sein. So dürfen wir mit unseren Bitten und Wünschen zu Dir und zu Jesus kommen:

Jesus, Du wurdest in einem Stall geboren, weil in der Herberge kein Platz mehr war. Wir bitten Dich: Stehe allen bei, die auf der Flucht sind, die keine Heimat haben oder sich heute einsam fühlen. Christus, höre uns - Christus, erhöre uns.

Jesus, bei Deiner Geburt verkündeten Engel den Frieden. Wir bitten Dich: Lass Frieden werden und wachsen auf der ganzen Welt und unter allen Völkern. Christus, höre uns - Christus, erhöre uns.

Du bist das Licht Gottes, das die Welt hell macht. Wir bitten Dich: Leuchte allen und sei ihnen nahe, die traurig, krank oder verzweifelt sind, und schenke ihnen Hoffnung und Zuversicht. Christus, höre uns - Christus, erhöre uns.

Und all diese Bitten, aber auch unseren Dank für diesen Heiligen Abend nehmen wir mit in das

Vater Unser:

Vater Unser im Himmel…

Und so segne uns und alle Menschen, die wir gerne haben und für die wir gebetet haben, der menschgewordene Gott: Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Lied: Stille Nacht (GL 249)

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