St. Bonifatius Wiesbaden

John Rutter: Magnificat

Musik Kultur KircheBenjamin Dahlhoff
Stehende Ovationen für den Chor an St. Bonifatius nach der Uraufführung von Colin Mawbys Missa Solemnis am 3.10.2012. Foto: Benjamin Dahlhoff

Stehende Ovationen für den Chor an St. Bonifatius nach der Uraufführung von Colin Mawbys Missa Solemnis am 3.10.2012. Foto: Benjamin Dahlhoff

Gabriel Dessauer über das Konzert des Bonichors am Tag der Deutschen Einheit.

Das Magnificat von John Rutter erklingt in St. Bonifatius im Jahreskonzert des Chores von St. Bonifatius am 3. Oktober 2014 um 17:00 Uhr. Das 1990 entstandene Magnificat des englischen Komponisten John Rutter ist ein besonders schönes Werk der neueren Kirchenmusik. Nach seiner Uraufführung verbreitete sich dieses frohe und festliche Werk in großer Geschwindigkeit über den gesamten Erdball. Noch heute steht die CD-Einspielung durch den Komponisten in den CD-Charts.

Das Magnificat ist einer von drei Gesängen des Neuen Testaments, neben dem Nunc Dimitis und dem Benedictus. Maria singt ihn bei ihrem Besuch ihrer Verwandten Elisabeth, von der im Lukas-Evangelium berichtet wird.  John Rutter folgte der langen Tradition, die Worte musikalisch zu setzen. Wie Bach in seinem Magnificat, strukturierte er den Text in mehreren Sätzen von unterschiedlichem Charakter. Der Komponist fühlte sich inspiriert von "jubilant celebrations of Mary in Hispanic cultures" (fröhlichen Marienfesten in lateinamerikanischen Kulturen) und legte das Werk als "bright Latin-flavoured fiesta" (helle Latino-Fiesta) an. Zusätzlich zum liturgischen lateinischen Text wählte Rutter ein englisches Gedicht des 15. Jahrhunderts, das Maria mit einer Rose vergleicht. Im dritten Satz lässt er auf den Text des Magnificat „sanctum nomen eius“ (seines heiligen Namens) den Beginn des Sanctus folgen. In den abschließenden Text der Doxologie ist ein lateinisches Gebet eingeschlossen: „Sancta Maria, succure miseris“ (Heilige Maria, hilf den Bedürftigen).

Bei der Aufführung am Tag der Deutschen Einheit in St. Bonifatius wirken Chor und Kinderchor von St. Bonifatius mit. Als Bläsersolisten spielen die Mitglieder des Canorusquintett, das bereits den 2011 den Henri-Tomasi-Wettbewerb gewonnen hat. Corinne Brill, die Leiterin des kleinen Kinderchores an St. Bonifatius singt die Sopranpartie. Die Mitglieder des großen Kinderchores an St. Bonifatius singen das Sopransolo "Et misericordia" und singen überdies beim Anfang und Schluss des Werkes im Sopran des Chores mit. Außerdem spielen Mitglieder des Hessischen Staatsorchesters, die Leitung hat Gabriel Dessauer. Zu Beginn spielt das Canorusquintett die Fantasie f-moll von W.A. Mozart. 

Eintrittskarten sind noch bis einschließlich 2. Oktober im Pfarramt, sowie im Online-Shop des Vereins unter http://musikfoerdern.de/online-shop/tickets/ zum ermäßigten Preis von 12.- Euro erhältlich. Da der Chor von der Empore singt, ist die Platzwahl frei. Restkarten werden an der Abendkasse für 15 Euro verkauft. 

Gabriel Dessauer, Kantor an St. Bonifatius

Mehr Informationen: www.bonimusik.de