St. Bonifatius Wiesbaden

Nicole Winkler

Kinder Familie MinisBenjamin Dahlhoff

Interview mit der neuen Leiterin der Kita Maria Hilf

Die Fragen stellte Benjamin Dahlhoff (BD).

BD: Nicole Winkler, Sie sind seit 1. Februar Leiterin der Kita Maria Hilf. Haben Sie sich gut eingelebt?

NW: Ja, ich bin sehr dankbar wieder, nach einer kurzen Unterbrechung, im kirchlichen Kontext arbeiten zu können. Die Kitakoordinatorin und unser Kita Team haben mir den Einstieg leicht gemacht. Besonders Frau Apel, meine Stellvertretung hat mich in der Anfangszeit sehr unterstützt und mich herzlich aufgenommen. Ich komme jeden Morgen gerne nach Wiesbaden in die Kita.

BD: Zu Ihrer Person. Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

NW: Ich bin 44 Jahre alt, lebe mit meiner 13jährigen Pflegetochter, einem Hund und drei Katzen im schönen Taunus. Mein Job ist meine Berufung. Es war mir immer sehr wichtig auf dem neuesten Stand zu sein, mich weiterzubilden und dies in meiner Arbeit, zum Wohle der mir anvertrauten Familien umzusetzen. Ich bin sehr froh darüber im christlichen Kontext arbeiten zu können. Mein Glaube ist mir sehr wichtig und eine große Stütze in meinem Leben. 

BD: Was zeichnet die Kita Maria Hilf aus? Hat die Kita einen bestimmten Schwerpunkt?

NW: Unsere Kita ist eine viergruppige Einrichtung mit 80 Kindern, davon 40 Kinder ganztags, im Alter von drei bis sechs Jahren. Bei uns steht das Kind in seinem familären Kontext im Mittelpunkt. Wir sehen Kinder, von Anfang an als kompetent, kommunikativ, neugierig und wissbegierig, denn sie sind Forscher. Die Kooperation mit der Pastoralreferentin Frau Fechtig-Weinert, in Form von Wortgottesdiensten, Kinderkatechesen, Festen und Feiern, ja der gesamte religionspädagogische Bereich, nimmt einen großen, wichtigen Teil unserer täglichen Abläufe ein. Den Kindern Glauben erlebbar zu machen ist hierbei das  Ziel unserer Arbeit. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Kooperation mit dem Staatstheater Wiesbaden und dazugehörige Projekte. Außerdem bietet Frau Blöcher, ehrenamtlich, schon viele Jahre Hockey an. Frau Ingeborg Kaufmann, ehemalige Mitarbeiterin der Einrichtung, töpfert wöchentlich mit kleinen Gruppen von Kindern. Und natürlich ist da der tolle und unermüdliche Einsatz meiner Kolleginnen, die teilweise schon viele Jahre in der Kita tätig sind, ebenso wie der Einsatz der neuen Mitarbeiterinnen, die gute, fundierte Ausbildungen und einen großen Erfahrungsschatz mitbringen. Außerdem sind wir Ausbildungsstätte für Praktikanten. Ein weiterer, wichtiger Punkt unserer Arbeit.

BD: Ist Ihre Kita nicht im Bereich Theater sehr aktiv? Was genau machen Sie da?

NW: Es gibt eine sehr gute und pädagogisch fundierte Kooperation mit dem Staatstheater Wiesbaden. Die Kinder dürfen hinter die Kulissen schauen und in diesem Jahr sogar an einer Produktionsbegleitung teilnehmen. Außerdem studiert Frau Apel, meine Stellvertretung, mit den Kindern jährlich ein Theaterstück ein, das zwei Mal (für Eltern und alle Kinder der Kita) aufgeführt wird. Frau Apel hat sich auf dem Gebiet Theaterpädagogik stets weiter gebildet und die Kinder warten jetzt schon gespannt auf die beginnenden Proben im neuen Jahr. 

BD: Welchen Stellenwert hat der Glaube und das Gemeindeleben am Kirchort Maria Hilf, sowie in der gesamten Pfarrgemeinde in Ihrer Kita?

NW: Wie gesagt bietet Pastoralreferntin Frau Fechtig-Weinert ein Mal monatlich eine Kinderkatechese in der Kita an. Ältere Kinder können im Anschluss an die Kita auch an der Veranstaltung “Kirchenmäuse” teilnehmen. Unser Sommerfest sowie auch der St. Martinsumzug ist eine Kooperation der Kirchengemeinde und Kita. Auch regelmäßige Gottesdienste im Jahreslauf unterstützen wir gerne. Zu besonderen Veranstaltungen, wie Ehrentag des Alters, sind wir mit unseren Kindern auch immer eingeladen und es gibt eine kleine Aufführung. Besonders angenehm empfinde ich, dass Pfarrhaus, Kita und Kirche auf einem Gelände liegen. So sind Besuche und ein nettes, auch seelsorgliches Gespräch, immer möglich. Frau Bettina Schäfer, die Kita-Beauftragte der Gemeinde, nimmt regelmäßig an unseren Beiratssitzungen teil. Dafür bin ich ihr auch sehr dankbar.

BD: Welche Veränderung3n in Ihrer Einrichtung sind Ihnen besonders wichtig?

NW: Es gibt in der Kita Maria Hilf ein sehr erfahrenes Team, das schon bisher sehr gute Pädagogik geleistet hat. Dies mit meinen Erfahrungen und Ideen und den Ressourcen der neuen Kolleginnen zu verknüpfen und weiter zu entwickeln, darin sehe ich momentan meine Aufgabe. 

BD: Wurden Sie als Nachfolgerin von den Eltern und Mitarbeitern gut angenommen? Wie hat sich der Übergang gestaltet?

NW: Ich denke ein Leitungswechsel in einer Einrichtung bedeutet immer auch einen Abschied von der ehemaligen Führungskraft und einen Neubeginn mit der neuen Leiterin. Dies benötigt Zeit zur Verarbeitung und die Bereitschaft sich aufeinander ein zu lassen. Ich bin offen für Veränderung und  ein gegenseitiges Kennenlernen und habe dies auch erfahren. Besonders schön empfand ich die herzliche Begrüßung durch die Kitakoordinatorin Frau Dr. Fauth und dem Elternbeirat.

BD: Wie kommen Sie mit ihrem Team und den anderen Kolleginnen und Kollegen in der Pfarrgemeinde zurecht?

NW: Wie bereits oben beschrieben, es besteht eine gute Kooperation mit der Pfarrgemeinde Maria Hilf, den Kollegen aus St. Bonifatius und meinem Kitateam. Sehr dankbar bin ich über den großen Rückhalt und die tolle Unterstützung von Frau Dr. Fauth und meiner Stellvertretung Frau Apel, die mich von Anfang an immer unterstützt haben. Gerade nach meinem letzten Urlaub dachte ich: “Ich freue mich wieder auf die Arbeit in der Kita Maria Hilf.”

BD: Vielen Dank Frau Winkler. Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen weiterhin viel Erfolg in Ihrer Einrichtung.