St. Bonifatius Wiesbaden

Erstkommunion

Erstkommunion in St. Bonifatius

Gemeindebrief, Jugendliche, Kinder Familie Minis, Musik Kultur KirchePhilippe Jaeck

Seit November bereiten sich in unserer Pfarrei 123 Kinder an unseren Kirchorten auf ihre Erstkommunion vor. Eine intensive Zeit für Kinder, Familien und die Gemeinde selbst.

Die Voraussetzungen für die Vorbereitung der Kinder und Familien auf die Erstkommunion haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Immer mehr Kommunionkinder stammen aus Familien, in denen der christliche Glaube und die Kirche eine nur geringe Rolle spielen. Ein grundlegendes Wissen über Jesus, biblische Geschichten oder Glaubensinhalte kann von uns nicht vorausgesetzt werden.

Diese Herausforderungen versuchen wir anzunehmen. Wir – das sind Mütter und Väter als ehrenamtliche Katecheten und ein Team von Pastoralen Mitarbeitern und Priestern. Unser Kommunionkurs kann nicht auf bloße Wissensvermittlung setzen, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Kopf, Herz und Hand werden angesprochen. Dies ist für alle Kinder wichtig, denn zentrale Glaubensvollzüge sollen sinnlich erfahrbar gemacht werden. Kinder brauchen Erfahrungsräume: Erfahrungen mit Stille, Gebet und Gottesdienst, Kirchenraumerfahrungen und Gemeinschaftserfahrungen.

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Und? Sind Sie zufrieden mit der diesjährigen Vorbereitung? Das werde ich immer mal wieder als eine der Verantwortlichen in der Erstkommunionvorbereitung gefragt.

Wenn ich an unsere ehrenamtlichen Katecheten denke, dann bin ich unendlich dankbar und zugleich begeistert über das Lebens- und Glaubenszeugnis dieser Menschen, ihre Bereitschaft, sich intensiv mit dem Glauben auseinanderzusetzen und diesen auch weiterzugeben. An dieser Stelle sei ihnen herzlichst für ihr großes Engagement gedankt.

Rückblickend auf die beiden Wochenenden mit den Erstkommunionkindern kann ich mich daran freuen und weiß, wie wertvoll diese gemeinsame Zeit für Kinder, Katecheten und uns hauptamtlich Pastorale Mitarbeiter war. An diesen Tagen entdeckten wir Jesus und seine Botschaft neu und durften erleben, was eine lebendige Glaubensgemeinschaft ausmacht. Die vielen Erfahrungen und Erlebnisse werden sicher in guter Erinnerung bleiben.

Die wöchentlichen Kommunionstunden werden von den meisten Kindern – auch nach anfänglicher Distanz – gerne besucht, sie entwickeln eine positive Haltung zum Glauben und haben die Möglichkeit, in Kontakt mit der Gemeinde zu kommen, auch wenn der Gottesdienstbesuch am Sonntag insgesamt zu wünschen übrig lässt.

In den Wochen nach Ostern feiern die Kinder an verschiedenen Kirchorten ihre Erstkommunion. Erstmalig empfangen sie das Brot des Lebens, begegnen Jesus im Sakrament der Eucharistie. Wir hoffen und wünschen, dass unsere Kinder Jesus im heiligen Brot der Eucharistie oft suchen und ihn als Kraftquelle für ihren Lebensweg erkennen.

Damit wachsen sie in ihrem Christ-Werden. Die Erstkommunion setzt einen neuen Anfang, sie ist keine Endstation.

Hoffen und beten wir um eine lebendige und segensreiche Fortsetzung des jeweiligen Glaubensweges.

Jutta Fechtig-Weinert, Pastoralreferentin

Foto: Friedbert Simon/Pfarrbriefservice und Magdalena Kucova/Adobe Stock