St. Bonifatius Wiesbaden

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Geistlicher Tag: „Die Welt ist Gottes so voll.“ Alfred Delp

  • Katholische Pfarrei St. Bonifatius, Gemeindesaal Luisenstraße 27 65185 Wiesbaden (map)

Herzliche Einladung zu einem Geistlichen Tag am Samstag, 28. März 2026, 10 Uhr bis 16 Uhr

Thema

„Die Welt ist Gottes so voll.“
Alfred Delp

Referent

Dr. Hans-Joachim Tambour, Kriftel

Ort

Gemeindesaal St. Bonifatius, Wiesbaden
Luisenstraße/Ecke Friedrichstraße

Anmeldung

Dr. Dietlind Langner, Auf der Lützelbach 13, 35781 Weilburg
06471-2090; dietlind.langner@gmx.net

20 € Tagungsbeitrag
Niemand soll deswegen auf die Teilnahme verzichten müssen. Bitte wenden Sie sich an mich!

Für Begrüßungskaffee und Nachmittagskaffee mit Kuchen und Plätzchen ist weiterhin gesorgt

Das Mittagessen nehmen wir nach eigener Wahl und auf eigene Kosten in einem Restaurant in der Nähe ein.

Einführung ins Thema

Gottes Urgrund ist in allem gegenwärtig. Er „quillt aus allen Poren der Dinge gleichsam uns entgegen“, formuliert Alfred Delp. Diese Einsicht ist ihm nicht auf einem erholsamen Urlaub oder bei einem Retreat zugewachsen, sondern in der Bedrängnis der Haft in Berlin-Tegel. Der Jesuit wurde beschuldigt, am Hitler-Attentat des 20. Julis beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn diese Anschuldigung in seinem Prozess vor dem Volksgerichtshof fallengelassen wurde, engagierte er sich dennoch im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Im Kreisauer Kreis entwarf er zusammen mit anderen Ideen für eine Gesellschaft nach dem Dritten Reich. Für die Nazis war das ein hinreichender Grund, ihn wegen Hochverrats zu verurteilen und vor 80 Jahren am 2. Februar 1945 im Strafgefängis Plötzensee hinzurichten.

In der aussichtslosen Situation seiner Gefängniszelle kommt er zu tiefen spirituellen Einsichten; in dieser Zeit wächst er und reift er innerlich. Innerlich wurde er immer freier und gewann eine Freiheit, die ihm auch nicht die Fesseln nehmen konnten, mit denen seine Hände Tag und Nacht gebunden waren.

„Gott will uns in allem begegnen, im Schönen und im Elend“, schreibt er. Doch wir sind blind, weil wir am Vorletzten hängen bleiben, anstatt tiefer zu sehen: vom Brunnenpunkt her, aus dem alles aus Gott herausströmt. Von dieser Mitte baut sich nicht nur die Existenz des Einzelnen, sondern auch die Gemeinschaft auf.

In seiner Haft macht er sich auch Gedanken über die Zukunft der Kirche, die in der aktuellen Situation Orientierung bieten kann.

Auf unserem Einkehrtag wollen wir uns von Alfred Delp inspirieren lassen und uns anhand von Texten aus seiner Hand auf die Suche nach dem Wesentlichen machen.

Foto: Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21296825