Music was my first love – Musik war meine erste Liebe. John Miles‘ Song hat nicht nur großes Ohrwurm-Potential, sondern er fasst textlich sowie musikalisch auch viele meiner Überzeugungen bezüglich gemeinsamen Musizierens zusammen: Er singt von Liebe – Musik schafft Beziehung und ist untrennbar damit verbunden, wenn wir miteinander und füreinander singen. Er singt von der Musik der Vergangenheit und der Zukunft – wir können aus vielen Jahrhunderten Musikgeschichte schöpfen und gleichzeitig offen und gespannt sein, welche Möglichkeiten die Jetzt-Zeit bietet. Der Gregorianische Choral beispielsweise wird seit über einem Jahrtausend gesungen und bildet für zeitgenössische Komponist*innen weiterhin die Grundlage für musikalische Neuschöpfungen. Miles singt weiter: „Ohne meine Musik zu leben, wäre unmöglich. In dieser Welt mit all ihren Sorgen gibt Musik mir Halt.“ Dem kann ich mich nur anschließen. Im Song geben die elegischen Passagen diesen tiefen Emotionen Raum, die schnellen und energiereichen Passagen voller Jubel und Tanz setzen einen Kontrapunkt, wollen mitreißen und laden zum Schmunzeln ein. Dieses orchestral instrumentierte Spannungsfeld ist nicht weit vom oratorischen Kerngedanken entfernt… Übrigens: Miles nutzt für die glitzernden Töne im Instrumental-Solo ein Cembalo, ein Instrument, das schon Johann Sebastian Bach gerne spielte!
Mein Name ist Sven Hanagarth. Ich bin 26 Jahre alt, aufgewachsen am Bodensee und für mein Bachelor-Studium der Kirchenmusik nach Mainz gezogen. Musik begleitet und begeistert mich seit der Kindheit: Das Singen zunächst im Kinderchor, dann in Jugendchören und schließlich in der Kantorei mit Händels „Messias“ als erstes Projekt – ein für mich unvergessliches Erlebnis! Im Rahmen der kirchenmusikalischen Ausbildung übernahm ich schon früh gerne Verantwortung als Chorleiter. Während meines Studiums leitete ich mehrere Chöre, erhielt ich wertvolle Impulse bei Meisterkursen und verband durch die Mitwirkung in renommierten Vokalensembles die Sicht des Chorsängers immer wieder mit meiner Arbeit als Chorleiter und Dirigent. Ab September 2023 hatte ich für ein Jahr die Vakanzvertretung des Regionalkantorats an der Basilika St. Martin in Bingen inne. Und von September bis Dezember 2025 war ich Assistent am Regionalkantorat an St. Georg in Bensheim, wo neben der Arbeit mit dem Kammerchor ein Tätigkeitsschwerpunkt auf Musikalischer Früherziehung, Kinder- und Jugendchorleitung und Stimmbildung für Kinder und Jugendliche lag. Derzeit studiere ich den Master Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, bin als Pädagoge tätig, gebe regelmäßig Orgelkonzerte und trete mit meinem neunköpfigen a cappella-Ensemble Sonova auf.
Auf die vielfältige Arbeit in Wiesbaden an St. Bonifatius mit Klein und Groß ab Mitte April freue ich mich sehr! Mein Ziel ist, meine Begeisterung für die Musik zu teilen: Sprechen Sie mich gerne an, schauen Sie vorbei und hören Sie rein bei Proben, Gottesdiensten und Konzerten. Bis bald!
Sven Hanagarth, Chordirektor an St. Bonifatius
Foto: Sarah Röhl