St. Bonifatius Wiesbaden

Mit Entschlossenheit und Vorfreude

Aus dem Leben der PfarreiBenjamin Dahlhoff

Pfarrer Klaus Nebel stellt sich in Wiesbaden den Medien vor

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WIESBADEN. – „Ich komme auch als Pfarrer nach Wiesbaden“: Darauf legt der künftige Stadtdekan Klaus Nebel, der sich am Donnerstag, 3. September, den Medien vorgestellt hat, großen Wert. Er wolle nicht nur „in Gremien herum geistern“, sondern als Seelsorger für die Menschen da sein, sagte der 40-Jährige im Gespräch mit den Journalisten. In der Seelsorge liege für ihn der Kern des Priesteramtes und das gelte auf dem Land wie in der Stadt. Die neue Aufgabe tritt der bisherige Priesterliche Leiter des pastoralen Raums Bad Camberg nach seinen Worten mit Mut und Entschlossenheit an – und mit „wachsender Vorfreude“. Der gebürtige Bad Homburger wird am Sonntag, 13. September, im Gottesdienst um 18 Uhr in der St. Bonifatius-Kirche in sein Amt als Stadtdekan und Pfarrer von St. Bonifatius eingeführt.

Kollekte für Flüchtlingshilfe

In diesem Rahmen will er gleich zum Start ein Zeichen setzen für Willkommenskultur. Die Kollekte an diesem Tag ist für den Einsatz der Stadtkirche für Flüchtlinge gedacht. Wie Pfarrer Stefan Gras berichtete, ist dafür ab sofort ein eigenes Konto bei der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden unter der Kontonummer 55555 01 02 eingerichtet worden, das mit dem Verwendungszweck der dort gesammelten Spenden benannt ist: „Pro Flüchtlinge.“   

Glaubensweitergabe 

Als ein „Herzensanliegen“ bezeichnete Pfarrer Nebel die Glaubensweitergabe an die jüngere Generation. „In unseren Gemeinden müssen Orte erschlossen werden, an denen Glaubensüberzeugung wachsen kann“, sagte er. Auch die Ökumene nannte er als weiteres wichtiges Thema. In Zeiten, in denen die Welt immer mehr zusammen wachse, "müssen wir uns als Christen unserer eigenen Überzeugungen bewusst werden und gemeinsame Zeichen nach außen setzen", sagte er. Nach seiner eigenen Verortung im kirchenpolitischen Lager gefragt, sagte er, dass progressiv oder konservativ für ihn in der Kirche keine Kategorien seien. Es sei gut, einen lebendigen Zugang zur Tradition zu haben, zugleich brauche es die Flexibilität, Neues auszuprobieren und voran zu gehen. Was nicht weiter führe, seien jedenfalls ideologische Verhärtungen.

Hoffnung auf Beständigkeit

Pfarrer Stephan Gras, der seit dem Weggang von Pfarrer Wolfgang Rösch stellvertretend die Aufgaben des Stadtdekans übernommen hatte, zeigte sich froh, dass nach zwei Jahren der Vakanz wieder ein Stadtdekan da sei, der Entscheidungen treffen und inhaltlich gestalten könne. Die Hoffnung darauf, dass dieser länger als seine jüngsten Vorgänger bleibe, brachte Stefan Fink als Vorsitzender der Stadtversammlung zum Ausdruck, der sich wie auch Stadtreferent Thomas Weinert auf eine gute Zusammenarbeit mit dem künftigen Stadtdekan freut.

Text und Bild: Barbara Reichwein, Pressestelle Bistum Limburg