St. Bonifatius Wiesbaden

Der Advent

GemeindebriefBenjamin Dahlhoff

Der Advent

Alle eigenen Pläne fallen lassen (Raymund Schwager)

Kennen Sie das auch? Man hat alles so schön geplant und plötzlich kommt es ganz anders… Ich finde, es ist gar nicht so leicht, in solchen Momenten die eigenen Pläne fallen zu lassen. Jedenfalls geht es mir so, dass ich in meinem Leben lieber selbst die Zügel fest in der Hand halte.

Ähnlich erging es auch den biblischen Personen, die uns auf dem vierwöchigen Weg durch den Advent als Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest begleiten werden: Die Leben von Maria, Josef, Elisabeth, Zacharias und Johannes dem Täufer wurden vom Heilsplan Gottes durchkreuzt und völlig auf den Kopf gestellt. Das war für keinen von ihnen leicht. Selbst Maria, die als Mutter aller Glaubenden gilt, hat den Engel zunächst einmal ängstlich gefragt: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne (Lk 2,34)?“, bevor sie vertrauensvoll sprechen konnte: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast (Lk 2,38).“

Maria, Josef, Elisabeth, Zacharias und Johannes der Täufer blieben jedoch nicht bei ihren Fragen, Ängsten und Unsicherheiten stehen. Sie waren bereit, sich vertrauensvoll dem Leben zu öffnen, um Gott an sich handeln zu lassen.

Der Advent erinnert uns daran, dass es nicht so sehr auf uns und unser Handeln ankommt. Selbst, wenn wir nichts mehr tun können, haben wir die Zusage Gottes, dass wir nicht zugrunde gehen. Weil wir uns nicht selbst retten können, sondern von einem ANDEREN, nämlich Gott, gerettet werden.

Diesen Mut von Maria, Josef, Elisabeth und Johannes dem Täufer, ihr ganzes Leben auf Gott zu setzen und mit ihm im eigenen Leben zu rechnen, wünsche ich uns allen für die bevorstehende Adventszeit! Damit an Weihnachten Jesus Christus nicht nur im Stall von Bethlehem, sondern auch in uns Mensch werden und zur Welt kommen kann!

Stephanie Hanich, Pastoralreferentin