St. Bonifatius Wiesbaden

St. Mauritius

Außenansicht der Kirche St. Mauritius. Foto: Benjamin Dahlhoff

Ansprechpartnerinnen

Anschrift

Katholische Pfarrei St. Bonifatius
Kirchort St. Mauritius

Abeggstraße 37
65193 Wiesbaden

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Barrierefreiheit

  • Kirche, Kapelle, Pfarrzentrum und das Sekretariat sind barrierefrei zugänglich.
  • Induktionsschleife ist in der Kirche NICHT vorhanden.

Die St. Mauritius-Kirche

1958 erhält der Architekt Martin Braunstorfinger den Auftrag zum Bau einer Kirche, die 10 Jahre später eingeweiht wird. Einer alten Tradition zufolge wählt man als Kirchenpatron den Hl. Mauritius. Er war bereits der Schutzpatron der ersten christlichen Kirche in Wiesbaden, die 1065 erbaut und im Jahr 1850 durch einen Großbrand zerstört wurde. Bis heute ist Mauritius der Stadtpatron der Stadt Wiesbaden. “Grau, massiv und erhaben”, “die Kirche ist kalt” – so empfinden viele Menschen den Kirchenbau von St. Mauritius. Und in der Tat, die Konzeption des Kirchenraumes ist einfach: Vorplatz und Langbau sind in der Achse auf den Altar orientiert. In diesem Zentrum findet der Kirchenbau seine Höhe von 12 Metern. Die Betonglaswand, gestaltet von dem Künstler Hans Georg Schleifer, beginnt als schmales Band über dem Eingang und nimmt an Höhe in Richtung auf den Altar zu. Damit unterstreicht sie die Bedeutung des Zentrums. Der Kirchenbesucher betritt die Kirche auf einem Straßenbelag. Die beiden Pole, das Heilige und das Alltägliche spannungsreich miteinander zu verbinden, ist die theologische Konzeption. Der Bildhauer Otto Herbert Hajek sah als Künstler nicht nur die Aufgabe, den Raum der Kirche künstlerisch zu schmücken. Er hat ihn eindringlich als Kirchenraum kenntlich gemacht – und er beginnt schon draußen mit seiner Arbeit. In gelungener Form beginnen hier in St. Mauritius Architektur und Bildhauerei zu verschmelzen. O. H. Hajek setzt im Innenraum auch farbliche Zeichen wie ein keilförmiges lichtgelbes Band im Mittelgang und eine helle gelb-weiße Fläche an der Altarwand als Zeichen der Kirchenfahne, deren Mittelpunkt das Kreuz ist. Die Architekten der Kirche, des Turms und des Pfarrhauses waren Jürgen Jüchser und Peter Ressel, die zusammen mit Hajek gemeinsam einen Raum geschaffen haben, der auf eindringliche Weise das Bewusstsein des (Kirchen)-Besuchers verändert. In der Urkunde, in der der Kirchenbau als Kulturdenkmal ausgewiesen wird, heißt es: “Die gerade durch große Authentizität beeindruckende Mauritiuskirche ist in ihrer Gesamtheit Kulturdenkmal aus künstlerischen und stadtgeschichtlichen Gründen.” 

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