St. Bonifatius Wiesbaden

St. Michael: „Im Glanz des Morgenlichts“

Musik Kultur KircheBenjamin Dahlhoff

Taufbecken, Taufkerze, Altarraum und Lichtfenster in St. Michael. Foto: 2014 Benjamin Dahlhoff

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Erst 1956 war die Kirche Heilige Familie an der Lessingstraße eingeweiht worden und doch reichte schon bald wieder der Raum für die Gläubigen nicht mehr aus. Groß war der Strom der Zuwanderer in Folge von Flucht, Vertreibung und Aussiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Wohngebiet ringsum den Südfriedhof war so stark angewachsen, dass eine Filialkirche dringend benötigt wurde.

Am 5. Dezember 1960 beschloss der Kirchenvorstand den Bau einer neuen Kirche samt Kindergarten und Gemeinderäumen an der Burgunderstraße. Mit dem Entwurf wurde der Architekt Paul Johannbroer betraut. Grundsteinlegung und Baubeginn erfolgten zwei Jahre später. Am 23. August 1964 konnte die Kirche St. Michael durch Weihbischof Walther Kampe in einem feierlichen Festgottesdienst eingeweiht werden.

Eine lebendige Lichtfülle erhellt den Kirchenraum. Gleich einem zur Begrüßung ausgebreiteten Armpaar überhöht ein alles umspannendes Lichtkreuz aus farbigem Betonglas den Altarraum. Wie in der Offenbarung des Johannes beschrieben – und damit das Michaelspatronat der Kirche aufgreifend - siegt das helle, lichthaltige Leuchten des göttlichen Lichts über die weiter unten aufflackernden dunkleren Farbtöne. Wie schon in der Hl. Familie, aber auch in den Kirchenräumen von St. Birgid in Bierstadt, Christkönig in Nordenstadt und in der Bonifatiuskirche ist auch hier Johannes Beeck (1927-2010) der verantwortliche Glaskünstler gewesen. „Froh und optimistisch drängt doch alles über dem Altare zum Siege des Lichts hin.“ So Beeck, der in Mönchengladbach geboren wurde und zeit seines Lebens in Hinsbeck, einem Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen, lebte und arbeitete. 

Dr. Simone Husemann

Kirchenführung in St. Michael am 
12. April 2014, 15:00 Uhr