St. Bonifatius Wiesbaden

St. Andreas

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Anschrift

Katholische Pfarrei St. Bonifatius
Kirchort St. Andreas

Aßmannshäuser Str. 11
65197 Wiesbaden

St. Andreas, vom Innenhof betrachtet. Foto: Benjamin Dahlhoff

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Die Kirche St. Andreas

Als um die jetzige Aßmannshäuser Straße neue Wohnbauten entstanden, gründete Bischof Wilhelm Kempf (er wurde in unserem Gemeindebezirk geboren) am 10. Juni 1957 die neue Gemeinde „St. Andreas“. Das Gemeindegebiet erweiterte sich im Laufe der Zeit noch um zwei weitere große Wohngebiete; 1993 das Europaviertel und 2009 das Künstlerviertel. Am 26.05.1965 wurde die Kirche durch Bischof Kempf geweiht.

Zeitlos wirkt die kubische Bauform des Gotteshauses. Die Kirche, das Pfarrhaus, das Gemeindehaus und die Freitreppe umschließen einen Innenhof und bilden so ein harmonisches Ensemble. Der Architekt Hans Weber entwarf die Kirche als einschiffigen Saalbau. Das schlichte breitgelagerte Kirchenschiff über rechteckigem Grundriss mit dem nach Südosten abgesetzten, hoch aufragenden Turm und der separaten Taufkapelle erinnern an frühmittelalterliche Sakralbauten. Die Außenwände sind verklinkert.

Das Kirchenschiff ist über einen gleichhohen, querhausartigen Anbau mit dem Turm verbunden und ebenso über eine verglaste Vorhalle mit der Taufkapelle. Der Turm und die kreisrunde Taufkapelle – mit ihrem hohen, hellgrün patinierten Kegeldach – geben dem Innenhof zusammen mit der mächtigen Platane eine ganz besondere Atmosphäre. Der zunächst nüchterne wirkende Eindruck des weiträumigen Kircheninneren wird durch die bleiverglaste Fensterfront mit der Darstellung des Martyriums des Apostels Andreas aufgehoben. Die Fenster entstanden in den Glasstudios der Firma Derix nach einem Entwurf von H.Jost. Der Überlieferung nach hat der Apostel am 30. Nov. im Jahre 60 auf einem Schrägkreuz (Andreaskreuz) in der griechischen Stadt Patras den Märtyrertod erlitten. Von dort wurde sein Leichnam nach Konstantinopel gebracht. So ist er nicht nur Schutzpatron dieser Stadt sondern ganz Kleinasiens.

Der Altar wird durch die raumhohe Apsis besonders hervorgehoben. Dem Chorraum sind östlich querhausartig Sakristei und Orgelempore zugeordnet. Vertikale, bleiverglaste Fensterbänder lassen das Tageslicht von Westen her auf Chor- und Eingangsbereich fallen. Der Altarraum wirkt in seiner Weite. Die motivfreie und farblich dezent gehaltene Wand, einschließlich der der Apsis lässt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. Die Farbgestaltung aller Wände stammt von Friedrich von Garnier aus dem Jahr 1996. Altar, Tabernakel und Ambo wurden Anfang der 70er Jahre durch Ausführungen in Bronze ersetzt. In abstrakten Formen geben sie – entsprechend dem damaligen Zeitgeist – Motive aus der Arbeitswelt wieder.