St. Bonifatius Wiesbaden

Nacht der Kirchen

Eine Nacht lang öffnen die Kirchen in Wiesbaden am Freitag, 1. September, von 18 Uhr bis Mitternacht ihre Tore. Bei der 16. „Nacht der Kirchen“ nehmen in diesem Jahr in ökumenischer Verbundenheit 19 Kirchen und Gemeindezentren in der Innenstadt und darüber hinaus teil.

Der Eintritt zu allen Angeboten ist wie immer frei, genauso wie der Bus-Shuttle, der die ganze Nacht unterwegs sein wird und alle Kirchorte ansteuert. Erstmals schlägt die Nacht der Kirchen einen südöstlichen Bogen Richtung Mainz: Besucher können in diesem Jahr auch die Kirchen in Mainz-Amöneburg, Mainz-Kostheim und Mainz-Kastel entdecken und sich inspirieren lassen, Ungewöhnliches entdecken oder aufhorchen.

Wie immer sind die fünf protestantischen Innenstadtkirchen (Ringkirche, Bergkirche, Lutherkirche, Marktkirche, Kreuzkirche) mit von der Partie sowie der Kirchenladen Schwalbe 6. Auf katholischer Seite öffnen die Bonifatiuskirche und die Kirchorte Dreifaltigkeit, St. Elisabeth sowie die Jugendkirche Kana (Maria Hilf) ihre Türen.

In der anglikanischen Kirche St. Augustine und der Altkatholischen Friedenskirche können sich Besucher davon überzeugen, wie bunt und weltoffen das kirchliche Leben in Wiesbaden ist.  Auch die Russisch-Orthodoxe Kirche auf dem Neroberg steht wieder für Besichtigungen offen.

Bonifatius in der Bonifatiuskirche

Im Mittelpunkt des Abends wird der Namenspatron der Pfarrkirche, der Heilige Bonifatius, Apostel der Deutschen, stehen.

Mit verschiedenen Beiträgen wird das Leben und Wirken dieses ungewöhnlichen Mannes, der die Grundlagen für ein christliches Europa legte und mit seinem Wirken die kirchliche Entwicklung unseres Landes prägte, nachgezeichnet. Denn nicht umsonst gilt der in Fulda Begrabene Bonifatius als Apostel der Deutschen.

Kino und Konzert in der
Dreifaltigkeitskirche

Zunächst wird es eine Kirchenführung geben. Anschließend ein Orgelkonzert mit Dr. Daniel Detambel. Ab 20 Uhr wird der Film „Guten Tag, Ramón“ gezeigt: Der junge Ramón lebt in einer abgeschiedenen mexikanischen Kleinstadt, aus der er ausbrechen will. Bereits fünf Mal hat er erfolglos versucht, illegal die Grenze zu den USA zu überqueren. Doch Ramon
gibt nicht auf und weigert sich, in seiner Heimat eine Verbrecherlaufbahn einzuschlagen. Stattdessen entscheidet er sich dazu, nach Europa auszuwandern und in Deutschland nach der Tante eines Freundes zu suchen. Seine Reise führt ihn nach Wiesbaden, aber die Tante ist nicht aufzufinden. Überrascht vom kalten deutschen Winter, einsam und ohne Anlaufstelle, muss Ramon nun auf der Straße leben, bis er die ein same Rentnerin Ruth trifft, die ihn unterstützt. Jenseits aller Sprachbarrieren und kultureller Vorurteile entwickelt sich eine verblüffende Freundschaft.

Orgelmusik und Gregorianik in
St. Elisabeth

Hier ertönen Gregorianische Gesänge und Orgelimprovisationen zum 500. Jahrestag der Reformation. Seinen zweiten Brief an die Christengemeinde in Korinth hat Paulus mit einem Segenswort des dreieinigen Gottes abgeschlossen: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ Dieser eine Satz des Paulus fasst im Grunde den christlichen Glauben zusammen. Überall sprechen sich Christen den Segenswunsch des Paulus zu. Für die Dauer von jeweils 45 Minuten lassen Orgelmusik und gregorianischer Gesang musikalische Bilder entstehen. Texte laden zum Meditieren über diesen trinitarischen Segen und seine Bedeutung für unser Leben ein. 

Das Programmheft erscheint ist in allen beteiligten Kirchengemeinden erhältlich, in der Tourist-Information am Dernschen Gelände, im Haus an der Marktkirche, dem Roncalli-Haus.