St. Bonifatius Wiesbaden

Kindertagesstätte St. Andreas

Kontakt

Kita St. Andreas
Leitung: Arkadius Kummer

Assmannshäuser Straße 11
65197 Wiesbaden

kita-st-andreas@bonifatius-wiesbaden.de

Telefon Kindergarten und Leiter: 0611 / 94 58 38 50
Telefon Kinderhort: 0611 / 94 58 38 52


Informationen über die Einrichtung

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt

(Albert Einstein)

Wir sind ein „offenes Haus“ in dem wir Kindern ihr Recht auf Einzigartigkeit, Individualität, Mitbestimmung, persönlicher Freiheit, Bildung, Entwicklung, Förderung, Gesundheit und Gleichheit eingestehen. Sie sind die Akteure und Gestalter ihrer Entwicklung und entscheiden bedürfnisorientiert, aus sich selbst heraus (intrinsische Motivation) welche Angebote sie wann und wie annehmen möchten.

Geschichte

Die Katholische Kindertagesstätte St. Andreas wurde im Jahr 1965 als Kindergarten und sogenannte Tagesheimstätte eröffnet. Seither war die Tagesstätte eine Einrichtung in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Andreas. Nach mehreren Trägerumstrukturierungen in den letzten Jahren ist die Einrichtung inzwischen eine von sieben Kindertagesstätten der Pfarrei neuen Typs St. Bonifatius. Aktuell befindet sich die Kita in einer Modernisierungphase. Es geht konzeptionell Richtung Offene Arbeit. Ferner wird die Schulkinderbetreuung nach und nach an die Grundschulen verlagert. Im Zuge der Gebäudemodernisierung, werden wir zwei Krippengruppen installieren, um so dem Bedarf gerecht zu werden.

Gruppen

In der Katholischen Kindertagesstätte St. Andreas finden zur Zeit in drei Kindergarten- und zwei Hortgruppen insgesamt 106 Kinder aus über 20 Nationen, mit den verschiedensten Religionszugehörigkeiten einen Platz.

Leitbild

K_StAndreas

Wir verstehen unsere Kindertagesstätte als ein offenes Haus, in dem Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren gemeinsam ihre Lebenswelt Kita erleben. In keiner anderen Lebensphase machen Menschen so bedeutende, persönlichkeitsbildende und lernpsychologisch/neurobiologische Erfahrungen wie in dieser. Dabei nutzen wir insbesondere die natürliche Neugierde, das Erfahrungsinteresse und die hohe Wahrnehmungsoffenheit der Kinder und erzeugen gemeinsam mit ihnen unterschiedlichste Rahmenbedingungen und schaffen Lern- und Lebensräume, in denen qualitative Lernprozesse ermöglicht werden.

Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert und somit auch die Ansprüche an die Erwachsenen von morgen, also die Kinder von heute, die sie erfüllen sollen. Wollen wir, dass unsere Kinder zu flexiblen, kreativen, lernbegeisterten und sozial kompetenten Menschen heranwachsen und so, unsere christlich-demokratische Gesellschaftsform fortführen, müssen wir die Lebenswelt Kita als solche begreifen und gestalten.

Persönlichkeiten, nicht Grundsätze bewegen das Zeitalter

(Oscar Wilde)

Von Fremd- zur Selbstbestimmung

Der Wunsch nach Autonomie des Menschen beginnt in dem Moment, in dem er sich selbst im Spiegel erkennt und sein Ich-Konzept entdeckt. Ab etwa zwei Jahren beginnen Kinder zu erkennen, dass sie etwas bewegen können, sie verspüren den Wunsch alltägliche Sachen selbst durchführen zu wollen. „Ich kann das schon, ich bin schon groß“ oder „...alleine machen...“, diese Sätze haben Sie, als Eltern mit Sicherheit schon von Ihrem Kind gehört. Aktuelle Hirnforschungen belegen, dass der Mensch zu 100 % lernt, wenn er auf eigene Entdeckungstour geht. Unser Bild vom Kind geht davon aus, dass es durchaus in der Lage ist, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, d.h. selbst zu entscheiden was, wann und mit wem es spielen, sprechen, lachen oder zu wem es eine intensive Beziehung eingehen möchte. Wir Pädagoginnen und Pädagogen ermöglichen den Kindern Selbstbestimmung und respektieren ihre Entscheidungen ohne den pädagogischen Finger zu erheben und zu verurteilen „...das macht man so nicht...“! Somit lernen die Kinder, dass jede ihrer Entscheidungen Konsequenzen hat, sowohl für sich selbst, als auch für die Gemeinschaft und erleben zeitgleich ihre Wirksamkeit.

Bildung, als ein lebenslanger Prozess

„Bildung ist eine Leistung der Kinder, die das, was um sie herum geschieht aufnehmen und zu einem inneren Bild ihrer Wirklichkeit verarbeiten“

(Gerd Schäfer)

Somit ist Bildung immer Selbstbildung und fordert eine Haltung der pädagogischen Mitarbeiter ein, welche die Kinder als Experten ihrer Lebensführung verstehen. Ferner müssen institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Raum für offene Lernprozesse ermöglichen. Bildung, als ein unabdingbarer lebenslanger Prozess, nimmt so einen besonderen Stellenwert in der Sozialisation der Kinder ein, dem bereits in unserer Kindertagesstätte, im Sinne einer reformierten Pädagogik Rechnung getragen werden muss. Dabei wird Partizipation, verstanden als Teilnahme und Teilhabe von Kinder in der Gestaltung ihres Kita-Alltags, somit bildungspolitischer und institutioneller Auftrag.

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Die Katholische Kindertagesstätte St. Andreas nimmt dieses Mandat an und schafft Rahmenbedingungen, in denen Partizipation tagtäglich gelebt wird. Neben einer institutionalisierten Beteiligung, so z. B. in Form von Morgenkreisen, Vollversammlungen, zahlreichen Wahl- und Wunschmöglichkeiten in der Gestaltung des Kita-Alltags, ermöglichen wir projektorientierte Partizipation in zahlreichen Projekten, die entlang des Entwicklungsstandes der Kinder entwickelt werden und ihre feste Verortung in der Jahresplanung finden.

Offenes Haus, statt feste Gruppen

Die Katholische Kindertagesstätte St. Andreas befindet sich aktuell im Öffnungsprozess. Wir Mitarbeiter sind bereit, uns den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen zu stellen, um den Kindern bestmögliche Chancen für die gesellschaftliche Integration zu gewährleisten.

So haben wir uns entschieden, die festen Gruppenstrukturen in unserem Haus aufzulösen. Wir sind davon überzeugt, dass wir so mehr Zeit für einzelne Kinder haben, ihre Bedürfnisse besser erkennen können, ihnen mehr Autonomie und Selbstorganisation bei Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen gewährleisten können und sie für den Übergang von Kita und Schule besser stärken können.

Hierfür gewähren wir den Kindern höchstmögliche Wahl- und Entscheidungsfreiheit im Kita-Alltag. Aus den tradierten Gruppenräumen werden nach und nach Funktionsräume, die in den Freispielphasen nach Bedürfnislage der Kinder aufgesucht werden können. Die Funktionsräume wie z.B. Sportraum, Bauraum, Verkleidungsraum oder das Atelier erstrecken sich über zwei Etagen. Jeder Funktionsraum wird durch 1–2 pädagogische Fachleute betreut und schwerpunktmäßig inhaltlich ausgestaltet. Dabei werden die Wünsche der Kinder regelmäßig angehört, abgestimmt, umgesetzt und reflektiert. Somit gewähren wir, dass die pädagogische Arbeit in unserem Haus aus der Perspektive der Expertinnen und Experten ausgestaltet wird, nämlich der, der Kinder (!).

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit:

  • (Teil-) Offene Gruppen

  • Funktionsräume mit unterschiedliche Schwerpunkten

  • Projektarbeit

  • Holzwerkstatt

  • Kunstatelier

  • Vorlesepaten

  • Waldtage

  • Hausaufgabenbetreuung

  • Gewaltpräventionsprojekt „Opfer, Nein Danke“ in Kooperation mit dem Judo-Club Kim-Chi e.V., Budo-Turnen

  • Attraktive Bewegungsangebote wie z. B. frühkindliches Turnen, Airtrack, Selbstverteidigung, Capoeira

  • Musikalische Früherziehung

  • Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung

  • Ehrenamtliche kreative Fachkräfte z. B. Künstler, Musiker, Handwerker, Schneider

  • Teilnahme am Bundesprogramm Sprach-Kita

  • Gruppenübergreifende Vorschularbeit

  • Elternarbeit, Elterncafé, Kinderflohmärkte

  • Regelmäßige Feste (z. B. Willkommensfest, Herbstfest, St. Martin)

  • Religionspädagogisches Angebot „Christopher Kirchenmaus“ in Kooperation mit dem Kirchort St. Andreas

  • Inklusive pädagogische Arbeit in Kooperation mit dem Mobilen Inklusionsdienst

  • Enge Kooperation mit der ortsansässigen Schillerschule

  • Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt Wiesbaden

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