St. Bonifatius Wiesbaden

Erwachsenenpastoral

Die Pastoral hat sich in den Pfarreien über lange Zeit vielleicht viel zu sehr ausschließlich auf Kinder und Jugendliche konzentriert in der Vorbereitung auf den ersten Empfang der Heiligen Kommunion und auf die Firmung. Nach der Spendung der Firmung scheint man irgendwie davon ausgegangen zu sein, dass die inzwischen Jugendlichen nun mündig und fertig seien im Glauben und einer weiteren vertieften katechetischen Begleitung nicht mehr bedürfen. Doch ist es nicht vielmehr so, dass sich ernsthaft gelebter Glaube ein Leben lang entwickelt und - im Idealfall - vertieft und in jeder Lebensstufe neue und eigene Fragen und Herausforderungen hervorbringt?

Beim Finden einer Heimat im Glauben bzw. an den je persönlichen Wegstationen möchten wir von der Pfarrei St. Bonifatius Wiesbaden Hilfe und Orientierung geben. Sprechen Sie uns an (Kontaktpersonen, die den einzelnen Angeboten zugeordnet sind, finden Sie unter den einzelnen Überschriften)!

Raum für eigene Ideen und Engagement

Wenn Sie selber Wünsche oder Ideen haben, wo Sie im Rahmen der Erwachsenenpastoral mitdenken und sich einbringen möchten, nehmen Sie gern Kontakt auf mit der Zuständigen für diesen Bereich im Pastoralteam, Pastoralreferentin Anna Maria Niem.

Wege erwachsenen Glaubens

Sie möchten dem christlichen Glauben auf den Grund gehen und für sich persönlich erschließen, was es damit auf sich hat? Sie sind auf der Suche nach geistlicher Vertiefung und Gesprächspartnern im Glauben? Sie möchten sich als Erwachsener taufen lassen? Sie möchten sich als Erwachsener firmen lassen? Sie möchten neu oder wieder in die Katholische Kirche eintreten?

Dazu haben wir einige Angebote, die garantiert kostenlos und unbezahlbar sind! Schon lange ist es nicht mehr automatisch so, dass Menschen in einer katholischen Familie geboren werden und in einem kirchlichen Umfeld aufwachsen. Menschliche Biografien sind komplexer geworden. Auf die existenziellen und religiösen Fragen des Menschseins gibt es nicht mehr nur eine gesellschaftlich gültige und von allen anerkannte Antwort. Vielmehr konkurrieren unterschiedliche Weltanschauungen und Deutungsversuche miteinander.

Dieses breite Angebot von Sichtweisen über den Sinn menschlichen Lebens fordert den Einzelnen daher viel stärker als früher heraus, sich selbst zu entscheiden, wofür er leben möchte, und zu definieren, was sein Leben im Letzten trägt. Viele Menschen finden deshalb vielleicht erst im Erwachsenenalter durch einen langen Weg des Suchens zum Glauben oder zur Kirche.

Was ist eigentlich Glaube?

Viele Menschen meinen, man könnte nur für wahr halten (also glauben), was unwiderleglich bewiesen ist – etwa, dass die Erde rund ist oder ein Mensch Wasser braucht, um zu überleben. Beweise machen es uns einfacher, sicherlich ist das so. Aber wenn man einmal genau nachdenkt, wird deutlich, dass sich die eigentlich wichtigen „Dinge“ in unserem Leben gar nicht beweisen lassen. Wie sähe z. B. ein felsenfester Beweis dafür aus, dass jemand mich liebt – oder wie könnte ich selbst das jemand anderem beweisen? In diesem Beispiel hat Glauben ganz viel mit Hoffnung und Vertrauen zu tun: Wenn ich jemandem glaube, dass er mich lieb hat, hoffe und vertraue ich darauf, dass er es gut mit mir meint, und zwar, weil ich Spuren und Zeichen dieser Liebe in meinem Leben erfahren kann.

Mit dem Glauben an Gott ist es ganz ähnlich wie mit diesem Glauben an die Liebe eines Menschen, der mir nahesteht. Das lateinische Wort für “Glaubensbekenntnis” - “Credo”- heißt nichts anderes als “cor dare”, sein Herz hergeben. Gott hat Spuren und Zeichen hinterlassen in unserer Welt: in den Wundern der Natur, im Leben vieler Menschen (davon wird uns unter anderem berichtet in den Büchern der Bibel) und nicht zuletzt im Leben und Wirken seines Sohnes, Jesus Christus, weiter in den Sakramenten der Kirche, in denen er uns heute begegnen will. Diese Zeichen haben viele Menschen dazu bewegt, es mit dem Glauben an Gott zu wagen, ihm zu vertrauen, ihm das Herz zu geben und sich mit ihm als Christen auf den Weg zu machen, diese Welt zum Guten zu verändern.

Erwachsenentaufe

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, als Erwachsener katholisch zu werden und noch nicht getauft sind, steht Ihnen für weitere Informationen oder Ihre Fragen Pastoralreferentin Anna Niem zur Verfügung. Wenn man sich taufen lässt, ist das eine weitreichende Entscheidung, die dem Leben eine ganz neue Ausrichtung gibt. Daher wird in unserer Pfarrei jährlich ein Katechumenatskurs angeboten zur Vorbereitung auf die Taufe, geleitet von Pastoralreferentin Anna Niem in Zusammenarbeit mit Pfarrer Klaus Nebel. Dieser Kurs enthält theoretische Elemente, in denen wir Ihnen einen Grundstock an Glaubenswissen mit auf den Weg geben. Doch christliches Leben beinhaltet mehr als das theoretische Für-wahr-Halten von Glaubenssätzen, es ist im Kern die Beziehung zu einer Person, dem menschgewordenen Gott Jesus Christus. Daher geht es in eher praktisch und erfahrungsorientiert angelegten Kurselementen wie Gottesdienstbesuchen oder Abenden im Kirchenraum darum, tiefer in diese Beziehung hineinzufinden und ihr einen je persönlichen Ausdruck im eigenen Alltagsleben zu verleihen. Auch persönliche Gespräche, mit den Kursleitern und/oder anderen Gemeindemitgliedern, dürfen Sie gern in Anspruch nehmen. Wir begleiten Sie auf dem Weg bis zu Ihrer Taufe – und wenn Sie möchten, auch darüber hinaus!

Erwachsenenfirmung, Konversion, Wiedereintritt in die Katholische Kirche

Wenn Sie als Erwachsener das Sakrament der Firmung empfangen möchten oder darüber nachdenken, neu oder wieder in die Katholische Kirche einzutreten, wenden Sie sich bitte an Pastoralreferentin Stephanie Hanich.

Glaubenskurse für am Glauben Interessierte

Zweimal im Jahr finden in St. Bonifatius Wiesbaden Glaubenskurse für Erwachsene statt, geleitet von den Pastoralreferentinnen Stephanie Hanich und Anna Niem. An sechs Abenden wollen wir uns als Gruppe treffen, um über Fragen des Glaubens ins Gespräch zu kommen. Jeder der sechs Abende wird unter einem anderen Thema stehen.

Wer jedoch eine theologische Vortragsreihe erwartet, wird enttäuscht sein. Denn der Glaubenskurs lebt davon, dass sich jeder Teilnehmer mit seiner Geschichte auf das „Abenteuer Gott“ einlässt und dessen Spuren im eigenen Leben entdeckt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Pastoralreferentin Stephanie Hanich.

Fragst Du noch, oder glaubst Du schon? - Glaubenswerkstatt

In einer Glaubenswerkstatt für Menschen auf der Suche geben wir in regelmäßigen Abständen Raum, um als Gruppe über Glaubensfragen vertiefend ins Gespräch und ins Gebet zu kommen. Ansprechpartnerinnen sind die Pastoralreferentinnen Anna Niem und Stephanie Hanich.

Gebet und Geistliches

Es werden regelmäßig bzw. punktuell, insbesondere in den geprägten Zeiten wie der Advents- oder Fastenzeit, Veranstaltungen zur Vertiefung der geistlichen Glaubenspraxis für Erwachsene angeboten. Dazu gehören zum Beispiel Bibelkreise, Frühschichten, Anbetung mit Lobpreis oder in Stille, kontemplatives Gebet, Rosenkranzgebet, unterschiedliche Arten von Exerzitien (etwa online oder im Alltag), eine Gebetsschule, Lectio Divina, Pilgertouren, Wallfahrten, Gesprächskreise... Hinweise dazu finden Sie jeweils im Pfarrbrief bzw. auf der Homepage der Pfarrei. Bei Rückfragen zu Terminen und Ansprechpartnern wenden Sie sich gern an Pastoralreferentin Anna Niem.

Begleitung im persönlichen Gespräch

Vielleicht suchen Sie einfach einen Austauschpartner zu Fragen des Glaubens (über das Angebot des Beicht- und Gesprächszentrums in der Bonifatiuskirche hinaus) - dann stehen Ihnen die Priester und Pastoralen Mitarbeiter gerne für ein Gespräch zur Verfügung.