Liebe Gemeindemitglieder!
Diese ist die letzte Ausgabe des Monatsgrußes an die ältere Generation. Der Grund dafür ist, dass ich ab Oktober meine Arbeitsstelle von Wiesbaden nach Flörsheim wechsle.
Die erste Ausgabe des Monatsgrußes erschien im Juni 2020 in der Coronazeit. Es war ein Versuch, in Kontakt mit Gemeindemitgliedern zu bleiben, weil äußere Kontakte sehr eingeschränkt waren. Nach der Corona- Pandemie gab es den Wunsch, dass die Monatsgrüße auch weiter erscheinen. In diesen Jahren haben insgesamt 68 Ausgaben ihre Leserinnen und Leser erreicht. Danke, dass Sie zu Ihnen gehören! Ich hoffe, dass die Texte für Sie bereichernd waren.
Diese ist die letzte Ausgabe, die für mich nicht nur mit tiefer Dankbarkeit, sondern auch mit Abschiedsschmerz verbunden ist. Ein Abschied ist aber immer auch ein Neubeginn. Das Leben geht weiter.
Ich wünsche Ihnen Gottes reichlichen Segen für Ihr weiteres Leben. Gott geht mit uns allen und Er ist immer da.
Ihre Sr. Katrina Dzene, Gemeindereferentin
Der Herr befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten
auf all deinen Wegen.Psalm 91, 11
Heiliger des Monats
Robert Schuman wurde am 29. Juni 1886 in Luxemburg geboren. Seine Mutter war Luxemburgerin, sein Vater war Lothringer.
1904 bestand Robert Schumann in Metz am Kaiserlichen Gymnasium das deutsche Abitur und begann an der Universität Bonn ein Studium der Rechtswissenschaften.
Nach dem Unfalltod seiner Mutter im Jahr 1911 trug Schuman sich mit dem Gedanken, Priester zu werden. Letztlich entschied er sich für ein Leben als Laie; er lebte sein ganzes Leben lang zölibatär.
1912 eröffnete Robert Schuman eine Rechtsanwaltskanzlei in Metz. 1913 war er Vorsitzender der Organisation des Deutschen Katholikentages in Metz.
Nach der Annexion von Elsass-Lothringen durch Frankreich 1919 bekam Robert Schuman die französische Staatsangehörigkeit und wurde für die Republikanische Union Lothringen Abgeordneter in der französischen Abgeordnetenkammer.
Nach seiner Verhaftung 1941 durch die Gestapo wurde Schuman in Metz und in Neustadt an der Weinstraße festgehalten, bis ihm schließlich 1942 die Flucht gelang. Bis zur Befreiung Frankreichs fand er Unterschlupf im Kloster Notre-Dame-des-Neiges in Saint-Laurent-les-Bains.
Nach dem Krieg war Robert Schuman erneut Abgeordneter der französischen Nationalversammlung und amtierte als Präsident des Finanzausschusses. 1946 wurde er Finanzminister und 1947 Ministerpräsident von Frankreich. Zwischen 1948 und 1952 war Schuman Außenminister.
Die europäischen Nationen kämpften sich noch mühsam aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervor. Um weiteren Kriegen vorzubeugen, einigten sich die Regierungen einiger europäischer Länder darauf, ihre Kohle- und Stahlproduktion zusammenzulegen.
Am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vor. Die EGKS (Gründungsmitglieder: Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Belgien und Luxemburg) war die erste von mehreren supranationalen europäischen Institutionen, aus denen schließlich die heutige Europäische Union hervorging.
Von 1958 bis 1960 war Robert Schumann der erste Präsident des Europäischen Parlaments, das ihm zum Ende seiner Amtszeit den Titel „Vater Europas" verlieh.
Am 4. September 1963 starb Robert Schuman in Scy-Chazelles bei Metz. Er wurde dort in der Kirche St. Quentin bestattet.
Papst Franziskus erkannte ihm am 19. Juni 2021 den heroischen Tugendgrad als Vorstufe zur Seligsprechung zu.
Einige Zitate von Robert Schumann:
„Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“
„Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“
Lachen ist gesund
„Du Vati“, sagt die kleine Melissa, „ich glaube nicht, dass Muti viel von Kindererziehung versteht.“
Wieso nicht?“, fragt der Vater erstaunt.
„Sie bringt mich immer dann ins Bett, wenn ich noch gar nicht schlafen will und weckt mich, wenn ich noch schlafen möchte.“
Geschichte
Wegweisung
Ein Mann hatte sich in der Wüste verlaufen. Später, als er seinen Freunden berichtete, was er durchgemacht hatte, erzählte er auch, dass er verzweifelt niedergekniet sei und Gott um Hilfe angefleht habe.
„Antwortete Gott auf dein Gebet?“ wurde er gefragt.
„Oh, nein! Ehe er das tun konnte, tauchte ein Forschungsreisender auf und zeigte mir den Weg.“
Anthony de Mello
Bilder: DolfiAm / Pixabay;
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