Liebe Gemeindemitglieder!
In den Monaten April und Mai erstreckt sich dieses Jahr die österliche Zeit. Anfang April feiern wir Kar- und Ostertage. Ende Mai ist Pfingsten, das Fest des Herabkommens des Heiligen Geistes.
In den Kartagen stehen das Leiden und der Tod Jesu im Vordergrund. Im Hintergrund verbirgt sich die unendliche Liebe Gottes, die das alles trägt. Die Kartage münden in das Osterfest, wo die Liebe Gottes in den Vordergrund tritt und über den Tod in den auferstandenen Herrn triumphiert.
Jesus Christus hat uns versprochen, bei uns zu bleiben bis zum Ende der Welt. Möge der österliche Glaube uns im Vertrauen stärken, dass auch wir in unserem Leiden von der Liebe Gottes getragen werden. Möge es uns gelingen, in der österlichen Freude zu leben! Für das alles brauchen wir den Heiligen Geist, der in uns wirkt.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Karwoche und frohe österliche Zeit!
Ihre Sr. Katrina Dzene, Gemeindereferentin
Wer Ostern kennt,
kann nicht verzweifeln.Dietrich Bonhoeffer
Heilige des Monats
Am 17. April gedenkt die Kirche der heiligen Kateri Tekakwitha. Sie wurde 1656 in Ossernenon – heute Auriesville im Bundesstaat New York in den USA geboren. Tekakwitha gehörte dem Stamm der Mohawk – einem der sechs Völker, die sich unter dem Namen Irokesen zusammengeschlossen hatten an. Ihr Vater war ein Stammeshäuptling, ihre Mutter war Christin aus dem Stamm der Algokin. Als sie vier Jahre alt war, starben beide Eltern an einer Pocken-Epidemie. Tekakwitha wurde von Verwandten im Geist der animistischen Religion der Mohawk erzogen. Die Pocken waren von den Weißen nach Amerika gebracht worden, viele Indigene fielen der Seuche zum Opfer. Auch Tekakwitha litt unter der Krankheit, überlebte jedoch; als Folge der Infektion blieb sie von Narben gezeichnet und war halb blind.
Die Irokesenstämme kämpften damals gegen französische Truppen, die das Land eroberten. 1666 wurde Tekakwithas Dorf von den Franzosen niedergebrannt. Die Mohawk errichteten deshalb weiter westlich eine neue Siedlung, in der sich auch französische Jesuiten als Missionare niederließen. Einige Mohawk ließen sich taufen, auch Tekakwitha hatte diesen Wunsch, aber ihre Familie widersetzte sich. Dennoch lehnte sie mehrfach eine Heirat ab und gelobte Jungfräulichkeit. Als 20-jährige wurde sie von einem Jesuitenpater getauft und erhielt den Namen Kateri als indianische Form für Katharina. Weil ihr Onkel sie erneut verheiraten wollte, floh sie 1677 nach Kanada in die Missionsstation La-Prairie-de-la-Madeleine der Jesuiten bei Montréal. Dort führte sie ein Leben der Buße und des Gebets. 1679 legte sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Kateri wollte einen Schwesternorden für indigene Frauen gründen. Da sie Ende 1680 schwer krank wurde, konnte sie das Vorhaben nicht verwirklichen, sondern starb mit nur 24 Jahren.
Nach Kateris Tod ereigneten sich Wunder und Heilungen, so sollen ihre Pockennarben fast verschwunden sein. Viele Indigene besuchten ihr Grab im Reservat der Mohawk in Caughnawaga. Sie wird als die Lilie der Mohawks verehrt.
Kateri wurde am 22. Juni 1980 als erste Indianerin von Papst Johannes Paul II. selig- und am 21. Oktober 2012 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.
Kateri Tekakwitha ist Patronin der Ökologie, des Natur- und Umweltschutzes.
Lachen ist gesund
Paul erzählt seinem Freund: „Letztes Jahr in Rom kam ich nicht in die Kirche. Ich hatte eine kurze Hose an. Da zeigte ich dem Kirchenwärter Jesus am Kreuz und sagte: ‘Der hat doch noch weniger an als ich.’“
Geschichte
Samen statt Früchte
Eine Frau träumte, sie beträte einen ganz neuen Laden am Markt und zu ihrem Erstaunen stand Gott hinter dem Ladentisch.
„Was verkaufst du hier?", fragte die Frau.
„Alles was das Herz begehrt“, sagte Gott.
Die Frau wagte kaum zu glauben, was sie hörte, beschloss aber, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte: „Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück, und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben“, sagte sie. Nach kurzem Nachdenken fügte sie hinzu: „Nicht nur für mich alleine, sondern für alle Menschen auf Erden.“
Gott lächelte: „ Ich glaube du hast mich falsch verstanden“ sagte er, „wir verkaufen hier keine Früchte, nur Samen.“
Anthony de Mello
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Joachim Schäfer / Ökumenisches Heiligenlexikon