St. Bonifatius Wiesbaden

Amnesty-Gruppe 1165

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1982 haben sich auf Initiative des damaligen Dekan Bardenhewers und der Organistin Marlene Kempin Menschen aus der Gemeinde St. Bonifatius in einem Amnesty-Freundeskreis zusammen gefunden. Die Gruppe wurde 16 Jahre später zur offiziellen Amnesty-Gruppe 1165.

Das Ziel von Amnesty International ist eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Menschenrechtsinstrumenten festgeschriebenen Rechte genießen: eine Welt frei von Folter, ohne Todesstrafe, ohne Rassismus, ohne Diskriminierung.

Unsere Arbeit besteht z.B. aus der langfristigen Fallarbeit für einen oder mehrere politische Gefangene (Action File). Wir erhalten vom Internationalen Sekretariat London die Hintergrundinformationen zu langjährig Inhaftierten und machen diesen persönlichen Fall in unserem Umfeld durch Informationsabende, Infotische, beim jährlichen Kreuzweg und bei Gottesdiensten bekannt. Unser Anliegen bei diesen Veranstaltungen: Die informierten Zuhörer zu bewegen, so viele Appelle an Regierungsstellen und Behörden zu unterschreiben wie nur möglich. Briefe sind – immer noch – unsere Hauptwaffe! Die Schreiben machen die Verantwortlichen darauf aufmerksam, dass sie von der internationalen Öffentlichkeit beobachtet werden – und genau das scheuen sie und ziehen daraus, wie wir hoffen, die entsprechenden Konsequenzen.

In unserem aktuellen Fall setzen wir uns für eine Gruppe von Menschen ein, die allein ihres Glaubens wegen verfolgt werden, die Bahā’ī im Iran. Konkret geht es um die sieben führenden Mitglieder der Bahā’ī-Gemeinde (Yārān). Wir halten es für wichtig, dass gerade wir als Christen uns für eine andere Glaubensgemeinschaft stark machen, als Zeichen für die Unterdrücker im Iran, die nur die Vorstellung der eigenen Religion gelten lassen. Da der frühere Verteidiger der sieben Bahā’ī, der Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani, inzwischen ebenfalls zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, haben wir auch seinen Fall übernommen.

Oft schließen wir uns auch den aktuell laufenden Kampagnen an. So stehen wir jedes Jahr am 26.06. (Internat. Tag zur Unterstützung der Opfer von Folter) mit einem Info-Stand auf dem Mauritiusplatz, um auf die aktuellen Fälle hinzuweisen und um Unterstützung zu werben.

Wir pflegen im Raum Mainz/Wiesbaden auch ein Netz von Menschen, die sich verpflichtet haben, einmal im Monat einen Appell zugunsten politisch Inhaftierter in die Welt zu schicken, ohne aber Amnesty-Mitglied zu sein. Sie bekommen von uns regelmäßig die Dossiers für die Eilappelle (Urgent Actions) zugesandt. Jeder kann mitmachen.

Und wer kennt nicht, schon seit den frühen Anfängen der Gruppe, die Plätzchen, Schokonüsse und Marmeladen, die wir im Vorfeld von Weihnachten in der  Boni verkaufen? Für die kostenintensive Recherchearbeit der Organisation vor Ort benötigt Amnesty Geld. Deshalb backen wir. Da dies aber nicht ausreichend ist, sind wir auch auf Förderer und Spender angewiesen.

Wir freuen uns auf jeden Interessenten, der bei dieser wichtigen Arbeit mitmachen will. Kommen Sie und lernen Sie uns kennen.

Gruppenstunde

jeden letzten Donnerstag im Monat, 19:00 Uhr, Pfarrhaus von St. Bonifatius, Leseraum

Kontakt

Renate Stahlheber, Gruppensprecherin, 06136-2477, atelier.stahlheber@kabelmail.de

Spendenkonto für Amnesty International

IBAN: DE23 3702 0500 0008 0901 00
Verwendungszweck: Gruppe 1165